Annekathrin Schreiber, Künstlerin aus Berlin, Installationen, Objektcollagen, Zeichnungen

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O.T., 2010

Objektcollagen; Zeitungsausschnitte, Strumpfhosen unterschiedlicher Farbe, Watte, Garn

ZWILLINGE, 2010, 20 x 8 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MILCHKAFFEE, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte, Draht, Garn
OFFENHERZIG, 2010, 13 x 10 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
PAULINCHEN, 2010, 14 x 9 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
CALAMAR, 2010, 20 x 30cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MEERJUNGFRAU im RahmenZWILLINGE, 2010, 20 x 8 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, StrumpfhoseMILCHKAFFEE, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Draht, GarnOFFENHERZIG, 2010, 13 x 10 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteMEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, StrumpfhosePAULINCHEN, 2010, 14 x 9 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteCALAMAR, 2010, 20 x 30cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteMEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010

DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010

Serie von Collagen; schwarz-weiß Portraits aus Zeitschriften und Papier aus Anzeigenblättchen,
Garn, Watte, 28 x 21,5 cmDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010

KREISLÄUFE, 2008/2009

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Temperafarben, Buntstift; 50 x 70 cm

GEMALTE BLUMEN RIECHEN NICHT, 2008
DES EINEN TOD IST DES ANDERN BROT, 2008
DU BIST WAS DU ISST, 2009
WASSER IST ZUM WASCHEN DA, 2009GEMALTE BLUMEN RIECHEN NICHT, 2008DEM EINEN SEIN TOD IST DEM ANDERN BROT, 2008DU BIST WAS DU ISST, 2009WASSER IST ZUM WASCHEN DA, 2009
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />

PARADIES, 2007

Während frühere Generationen auf das Paradies im Jenseits hofften, wollen wir heute haben, was für die Zukunft versprochen wurde. Gejagt, auf der Suche nach dem vollkommenen, unendlichen Glück, übersehen wir den Augenblick der Glückseligkeit.

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Temperafarben, Buntstift; 42 x 60 cm

VANESSA PARADIES, 2007
PARADIESCREME, 2007
DER SÜSSE BREI, 2007VANESSA PARADIES, 2007PARADIESCREME, 2007DER SÜSSE BREI, 2007
PARADIES, 2007
PARADIES, 2007
PARADIES, 2007

ZWEITE HÄUTE I, 2003/04

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Buntstift, Filzstift, Temperafarben; 12,8 x 16,5 cm

MYZEL, 2003
ANSCHNITT, 2003
KEIME, 2003
FÜSSLER, 2003
FLÜGLER, 2003
FISCH, 2004
GEFIEDER
BERG
WOLKE
WASSERLEICHE
QUALLE
WURZELBAUMMYZEL, 2003ANSCHNITT, 2003KEIME, 2003FÜSSLER, 2003FLÜGLER, 2003FISCH, 2004GEFIEDERBERGWOLKEWASSERLEICHEQUALLEWURZELBAUM
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04

ZWEITE HÄUTE II, 2003/04

Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete Kleidungsstücke
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
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O.T., 2003

Wuchernde Organe; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, Garn
O.T., 2003
O.T., 2003
O.T., 2003
O.T., 2003

KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000

Franz Höfner und Harry Sachs gründeten 2000 die Firma Kuchen-Immobilien. Unter dem Thema „Bauen
in den eigenen vier Wänden“ und „my home is my castle“ wurden in einer Musterhausverkaufsausstellung
5 Musterhäusertypen vorgestellt. Das Modell Burg, Zelt, Fachwerkhaus, Hochhaus und Modell Fort.
Für 3 Häusertypen wurden von mir Hauskleider angefertigt. Sie dienen dem perfekten Eintauchen in das Interieur. Das Negligé aus Blumendekortapete für den Haustyp Hochhaus. Die Schürze aus Küchen-
mustertapete für den Haustyp Fachwerkhaus. Die Holzhose aus Holzmustertapete für den Haustyp Fort.

NEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, Garn
HOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, Garn
KÜCHENSCHÜRZE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnNEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnNEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnHOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnHOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnKÜCHENSCHÜRZE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnKORKEICHE, 2000; Tapete, Tapetenleim
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000

DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999

In der Arbeit „Das Fleisch war süß, denn es war vom Menschen“ habe ich aus rosa und weißen Schaumzuckerstreifen menschliche Körperteile zusammengenäht und nachgebildet. In einer Art Schneewittchensarg aufgebahrt, wurden die einzelnen Fragmente präsentiert.

INSTALLATION, 1999; Vitrine, Objekte aus Marshmallow, Zeichnungen
DAS SÜSSE FLEISCH, 1999; Objekte aus Marshmallow, Haaren, Zähnen, Garn (Abb. Seite 2-8)
KANNIBALIN, 1999; Buntstift, Filzstift, Temperafarben
ERDBEER UND VANILLEMILCH, 1999; Buntstift, Filzstift, Temperafarben
VENUSFLIEGENFALLE, 1999; Buntstift, Filzstift, TemperafarbenINSTALLATION, 1999; Vitrine, Objekte aus Marshmallow, Zeichnungen
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999

ZELT, 2000

Zerstückelte, getrocknete Blütenblätter zu neu erfundenen Blumenformen zusammengesetzt, in Folie eingenäht, bilden die Wände des Zeltes. Den Himmel des Zeltes stellen in Silikon eingelegte, mit Fäden versehene Seesterne dar.

INSTALLATION, 2000; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, Garn
ZELT, 2000
ZELT, 2000
ZELT, 2000
ZELT, 2000

LA CALAMAR, 1999

Die Installation „La Calamar“ besteht aus drei Glaszylindern, in denen jeweils ein Tintenfisch der Gattung „sepia officinalis“ in Formaldehyd eingelegt ist. Die Tintenfische wurden in unterschiedlichen Farben mit typischen Seemannsmotiven im sogenannten „Old Style“ tätowiert: Mit einer Meerjungfrau, dem Segelschiff „St. Maria“ und einer Komposition aus einem strahlenden Herz, einem Kreuz und einem Anker. Die drei Glaszylinder wurden in einem stilisierten Unterseeboot präsentiert. Aus dem Inneren des Schiffes tönten abwechselnd drei Shanties: „La Paloma“, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und „Schiffe kommen, Schiffe gehen“.LA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte TintenfischeLA CALAMAR, 1999, Herz, Kreuz und AnkerLA CALAMAR, 1999, MeerjungfrauLA CALAMAR, 1999, Seegelschiff „St. Maria“LA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte TintenfischeLA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte Tintenfische
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999

HUMMELKINDER, 1998

48 tote, eingekleidete Hummeln liegen in einem hölzerner Setzkasten. In den Bezug des Deckels sind die Namen der einzelnen Hummeln eingestickt. Einige Hummeln sind mit Requisiten aus Wachs versehen.

ERICH, EMIL, ERWIN, ERNST IM BUS; Hummeln, Wolle, Garn, Wachs, 1998
FREDERIK IN DER BADEWANNE; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
HUGO AUF DEM SCHAUKELPFERD; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
BRUNHILDE IM SCHAUKELSTUHL; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
48 HUMMELN; 26 x 40 x 5 cm, farbige Wolle, Garn, Holzkasten, 1998HUMMELKINDER, 1998, Erich, Emil, Erwin, Ernst im Bus; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998, Frederik in Badewanne;
Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998, Brunhilde im Schaukelstuhl; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998; 26 x 40 x 5 cm, 48 Hummeln, farbige Wolle, Garn, HolzkastenHUMMELKINDER, 1998; 26 x 40 x 5 cm, 48 Hummeln, farbige Wolle, Garn, Holzkasten
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />

EIERKETTEN FÜR „MEDEA“

Herstellung von „Wachteleierketten“ und mit Gips gefüllten Ketten im Bereich Requisite für das Tanztheater „Medea“ von Sasha Waltz.EIERKETTENEIERKETTENEIERKETTENEIERKETTENEIERKETTEN
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“

KOSTÜM FÜR „KOERPER“

Anfertigung einer Kopie eines Kostüms für das Tanztheater „Körper“ von Sasha Waltz.

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„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM„KÖRPER“-KOSTÜM
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“

1974 geboren in Jena/Thüringen
1993 ­ 94 Kunstgeschichtsstudium an der TU Dresden
1994 - 99 Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar
1997 Gastsemester an der Hochschule für Gestaltung Burg-Giebichenstein,
Halle, Fachbereich Mode-Design
1998 - 99 Erasmusprogramm, Valencia, Spanien
1999 Diplom der Freien Kunst
2001 - 02 Graduiertenstipendium des Landes Thüringen
2004 Geburt des Sohnes Lion
2007 Geburt des Sohnes York


AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (Auswahl)

1995 „Satyrn, Fliegen, Rokoko“, Schloß Belvedere, Weimar
1996 „Zeichnen mit Licht“, Kutscherhaus der Sparkasse, Recklinghausen
1997 „body in the box“, medialab, Galerie Eigen+Art, Leipzig
1998 „Sanatorium für ästhetische und anästhetische Eingriffe“, Stiftung Starke, Berlin
„DE PORTES OBERTES“, Valencia, Spanien
1999 „LA CALAMAR“, E-Werk, Weimar
„Das Fleisch war süß, denn es war vom Menschen“, Weimar
„Strukturveränderungen“, Deutsch-Französisches Kunst Forum,
Château de Vaudrémont, Colombey-les-Deux-Églises, Frankreich
2000 „Die Erde bebt“, Galerie neudeli, Weimar
„andata e ritorno“, Casina Pompeiana, Neapel
„Kuchen-Immobilien“, Berlin
„Fleurotika“, ega, Erfurt
2001 „Einsiedler - Vorübergehend“, Museum Folkwang, Essen
2002 „Wo die Kunst zu Hause ist“, Berlin
„Weihnachtsfachgeschäft“, Berlin
2003 „Les Visiteurs“, Amiens, Frankreich
„Körperhaus“, Zeitraum_exit Büro für Kunst, Mannheim
2004 „Im trying to tell you I love you“ Keim & Crime, Weimar;
Bethanien, Berlin; threewalls, Chicago / USA
cPassage 04“, Kunstsammlung, Gera
„Baustaub“, MAERZ, Linz
2005 „Ich war Künstler“, ACC, Weimar
2007 „Große Kunstausstellung“, Villa Kobe, Halle
2008 cWir sind immer für Euch da“, Kunsthaus Dresden


„Das neue Rotkäppchen“
Katalogtext von Silke Opitz zur Ausstellung „Passage 04“, Positionen zeitgenössischer Kunst
in Ostthüringen, Kunstsammlung Gera - Orangerie, 2004

Um es wegen einer gewissen Aktualität bestimmter menschlicher Gelüste gleich
vorwegzunehmen: Das neue Rotkäppchen hat seine Großmutter natürlich nicht gefressen.
Aber es hat sie doch mindestens so gern, wie eben die sprichwörtliche Redewendung
meint, und das wohl weniger im dezidiert Freudschen, als im schlicht und ergreifenden
Sinne. Deshalb hätte sich auch die künstlerisch begabte Enkeltochter nicht vor dem
Wolf gefürchtet. Im Gegenteil, das Herz wäre ihr vor Freude aus dem Leib gesprungen,
wenn sie diesen im Haus ihrer geliebten Oma (übrigens im tiefsten Thüringer Wald)
schnarchen gehört hätte. Denn was üblicherweise der rettende Jägersmann erledigt,
hätte sie, die geschickt mit Schere, Nadel und Faden hantiert, gleich selbst getan:
das Ungeheuer aufschlitzen und so die noch immer lebendige und zudem körperlich
unversehrte, weil ja im Ganzen verschlungene Großmutter befreien und wiedergewinnen.
Doch der Tod ist leider kein Damenwäsche tragender Märchenwolf, obwohl auch er
den menschlichen Körper oft äußerlich kaum verändert belässt. Später erst bleiben nur
Hüllen und Anhängsel: die Kleidung, der Schmuck und die künstlichen Zähne und vielleicht
auch noch eine von der Nachwelt tatsächlich abgeschnittene Haarlocke. Meistens
verschwinden über die Zeit dann selbst diese Dinge, und nur Bilder auf Fotopapier
und im Kopf der Hinterbliebenen haben als Platz sparende Devotionalien oder effigies
noch Bestand. Und wenn noch mehr Zeit vergangen ist, lösen sich auch diese auf, das
Papier wird recycelt und der Kopf – am Ende bar aller Ideen und Erinnerungen – wird
eingeäschert als Teil eines toten Körpers, von dem erneut nur die Hüllen bleiben… oder?
Um diesen Körper und sein Material, um Leib und Seele und um den Zyklus von
Werden und Vergehen, von Leben und Tod kreist Annekathrin Schreiber mit allen ihren
bisherigen Arbeiten. Somit berührt sie zwangsläufig die ewigen und großen Themen,
und sie tut dies auf eine den mittelalterlichen Alchemisten und den Romantikern
verwandte Art und Weise. Auch die primitiven Fruchtbarkeitsgöttinnen dürften sich
gehuldigt fühlen. Und natürlich ist immer auch der Künstler bzw. die Künstlerin selbst als
Schöpfer/in vermeintlichen Lebens mit von der Partie. Bereits für ihre Installation
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN (1999), die Diplom-
arbeit an der Weimarer Bauhaus-Universität, examinierte Annekathrin Schreiber
gleichermaßen liebevoll wie schonungslos das Innere ihres eigenen Körpers, ohne diesen
dabei zu verletzen. Einzelne Organe wie Auge, Ohr oder die „Zunge mit Belag“ wurden
ebenso wie ein Mittelfußquerschnitt, die Vagina und das „Brustfleisch“ jeweils in
ungefährer Originalgröße künstlerisch extrahiert, d.h. in weiß-rosa Schaumzucker zusammen-
genäht. Dieses klebrige, süßlich duftende Naschwerk erscheint nun einerseits wie die
Modelliermasse einer zeitgenössischen Bildhauerin. Der „Süße Speck“ (so bereits
die Warenbezeichnung) entfaltet aber als künstlerisches Material für menschliche Organe
erst aufgrund seiner Essbarkeit jene Brisanz, die hinsichtlich der Installation von Anne-
kathrin Schreiber im Autokannibalismus wurzelt, was zusätzlich noch zahlreiche
begleitende Zeichnungen der Künstlerin belegen. Als dualistisches Prinzip fallen hier
Autoerotik und -vernichtung zusammen, die letztendlich Selbstvergewisserung vor
Selbsterneuerung implizieren. So fanden die Schaumzuckerorgane, welche schließlich
nichts anderes als ein Selbstporträt der Künstlerin sind, dann auch eine adäquate
Präsentation in einer gläsernen, mit gefältelter rosa Folie drapierten Bodenvitrine.
Einerseits wurden sie wie köstliche Appetithäppchen in einem dekorierten Schaukasten
feilgeboten, andererseits aber, und darin sakralen Reliquien wie auch Moulagen (etwa
besonders des Florentiner Museo di Storia Naturale - La Specola -) vergleichbar,
wie in einem geschmückten Sarg aufgebahrt. Dieser gemahnt natürlich an den toten,
weil fragmenthaften Zustand einer vormals (vermeintlich) funktionstüchtigen Körpereinheit.
In konsequenter Fortsetzung – d.h. Erneuerung – dieser Installation lässt Annekathrin
Schreiber seit 2001 WUCHERNDE ORGANE (Arbeitstitel) aus Kunstwolle und Damen-
strumpfhosen entstehen, die sie wiederum, aber jetzt ausschließlicher gedanklich, aus
sich hervorbringt. Diese Phantasieorgane haben als soft sculptures zweifelsohne haptische
Qualitäten und sind bezeichnenderweise wie eine formenreiche Endlosschleife mit dickeren
und dünneren Knoten angelegt. Kartoffelkeimen oder Darmschlingen vergleichbar,
sind diese geschwürartigen Gebilde miteinander verbunden bzw. gehen auseinander hervor
und evozieren nicht zuletzt aufgrund ihrer Farbe beim Betrachter Ekel und Abscheu –
also dieses Mal nichts zum Anbeißen!

Um nun aber noch einmal auf das eingangs erwähnte neue Rotkäppchen zurückzu-
kommen: Es ist diesem tatsächlich mit seinem bislang letzten Werk gelungen, seiner
Großmutter auf wunderbar poetische Weise zur Unsterblichkeit zu verhelfen.
Sie lebt nun in den Bergen und in den Bäumen oder als Fisch weiter, und manchmal
schaut sie auch aus den Wolken herab um gespannt zu beobachten, was ihre Enkeltochter
in Zukunft noch alles mit Blei- und Farbstift und mit Nadel und Faden fabrizieren wird.

Annekathrin Schreiber, Künstlerin aus Berlin, Installationen, Objektcollagen, Zeichnungen

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O.T., 2010

Objektcollagen; Zeitungsausschnitte, Strumpfhosen unterschiedlicher Farbe, Watte, Garn

ZWILLINGE, 2010, 20 x 8 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MILCHKAFFEE, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte, Draht, Garn
OFFENHERZIG, 2010, 13 x 10 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
PAULINCHEN, 2010, 14 x 9 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
CALAMAR, 2010, 20 x 30cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Watte
MEERJUNGFRAU im RahmenZWILLINGE, 2010, 20 x 8 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, StrumpfhoseMILCHKAFFEE, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, Draht, GarnOFFENHERZIG, 2010, 13 x 10 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteMEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, StrumpfhosePAULINCHEN, 2010, 14 x 9 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteCALAMAR, 2010, 20 x 30cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose, WatteMEERJUNGFRAU, 2010, 25 X 19 cm, Collage; Zeitungsausschnitt, Strumpfhose
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010
O.T., 2010

DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010

Serie von Collagen; schwarz-weiß Portraits aus Zeitschriften und Papier aus Anzeigenblättchen,
Garn, Watte, 28 x 21,5 cmDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; ZeitungsausschnittDAS LETZTE ABENDMAHL, 2010, Collage; Zeitungsausschnitt
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010
DAS LETZTE ABENDMAHL, 2010

KREISLÄUFE, 2008/2009

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Temperafarben, Buntstift; 50 x 70 cm

GEMALTE BLUMEN RIECHEN NICHT, 2008
DES EINEN TOD IST DES ANDERN BROT, 2008
DU BIST WAS DU ISST, 2009
WASSER IST ZUM WASCHEN DA, 2009GEMALTE BLUMEN RIECHEN NICHT, 2008DEM EINEN SEIN TOD IST DEM ANDERN BROT, 2008DU BIST WAS DU ISST, 2009WASSER IST ZUM WASCHEN DA, 2009
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />
KREISLÄUFE, 2008/2009<br />

PARADIES, 2007

Während frühere Generationen auf das Paradies im Jenseits hofften, wollen wir heute haben, was für die Zukunft versprochen wurde. Gejagt, auf der Suche nach dem vollkommenen, unendlichen Glück, übersehen wir den Augenblick der Glückseligkeit.

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Temperafarben, Buntstift; 42 x 60 cm

VANESSA PARADIES, 2007
PARADIESCREME, 2007
DER SÜSSE BREI, 2007VANESSA PARADIES, 2007PARADIESCREME, 2007DER SÜSSE BREI, 2007
PARADIES, 2007
PARADIES, 2007
PARADIES, 2007

ZWEITE HÄUTE I, 2003/04

Serie von Zeichnungen; Bleistift, Buntstift, Filzstift, Temperafarben; 12,8 x 16,5 cm

MYZEL, 2003
ANSCHNITT, 2003
KEIME, 2003
FÜSSLER, 2003
FLÜGLER, 2003
FISCH, 2004
GEFIEDER
BERG
WOLKE
WASSERLEICHE
QUALLE
WURZELBAUMMYZEL, 2003ANSCHNITT, 2003KEIME, 2003FÜSSLER, 2003FLÜGLER, 2003FISCH, 2004GEFIEDERBERGWOLKEWASSERLEICHEQUALLEWURZELBAUM
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04
ZWEITE HÄUTE I, 2003/04

ZWEITE HÄUTE II, 2003/04

Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete KleidungsstückeZWEITE HÄUTE, 2003/04, Installation; Fotos, umgearbeitete Kleidungsstücke
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
ZWEITE HÄUTE II, 2003/04<br />
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O.T., 2003

Wuchernde Organe; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, GarnWUCHERNDES FLEISCH, 2003; Strumpfhosen, Schaumstoff, Garn
O.T., 2003
O.T., 2003
O.T., 2003
O.T., 2003

KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000

Franz Höfner und Harry Sachs gründeten 2000 die Firma Kuchen-Immobilien. Unter dem Thema „Bauen
in den eigenen vier Wänden“ und „my home is my castle“ wurden in einer Musterhausverkaufsausstellung
5 Musterhäusertypen vorgestellt. Das Modell Burg, Zelt, Fachwerkhaus, Hochhaus und Modell Fort.
Für 3 Häusertypen wurden von mir Hauskleider angefertigt. Sie dienen dem perfekten Eintauchen in das Interieur. Das Negligé aus Blumendekortapete für den Haustyp Hochhaus. Die Schürze aus Küchen-
mustertapete für den Haustyp Fachwerkhaus. Die Holzhose aus Holzmustertapete für den Haustyp Fort.

NEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, Garn
HOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, Garn
KÜCHENSCHÜRZE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnNEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnNEGLIGÉ, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnHOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnHOLZHOSE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnKÜCHENSCHÜRZE, 2000; Tapete, Tapetenleim, GarnKORKEICHE, 2000; Tapete, Tapetenleim
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000
KUCHEN-IMMOBILIEN, 2000

DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999

In der Arbeit „Das Fleisch war süß, denn es war vom Menschen“ habe ich aus rosa und weißen Schaumzuckerstreifen menschliche Körperteile zusammengenäht und nachgebildet. In einer Art Schneewittchensarg aufgebahrt, wurden die einzelnen Fragmente präsentiert.

INSTALLATION, 1999; Vitrine, Objekte aus Marshmallow, Zeichnungen
DAS SÜSSE FLEISCH, 1999; Objekte aus Marshmallow, Haaren, Zähnen, Garn (Abb. Seite 2-8)
KANNIBALIN, 1999; Buntstift, Filzstift, Temperafarben
ERDBEER UND VANILLEMILCH, 1999; Buntstift, Filzstift, Temperafarben
VENUSFLIEGENFALLE, 1999; Buntstift, Filzstift, TemperafarbenINSTALLATION, 1999; Vitrine, Objekte aus Marshmallow, Zeichnungen
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN, 1999

ZELT, 2000

Zerstückelte, getrocknete Blütenblätter zu neu erfundenen Blumenformen zusammengesetzt, in Folie eingenäht, bilden die Wände des Zeltes. Den Himmel des Zeltes stellen in Silikon eingelegte, mit Fäden versehene Seesterne dar.

INSTALLATION, 2000; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, GarnZELT, 2000, Installation; Blütenblätter, Seesterne, Folie, Silikon, Garn
ZELT, 2000
ZELT, 2000
ZELT, 2000
ZELT, 2000

LA CALAMAR, 1999

Die Installation „La Calamar“ besteht aus drei Glaszylindern, in denen jeweils ein Tintenfisch der Gattung „sepia officinalis“ in Formaldehyd eingelegt ist. Die Tintenfische wurden in unterschiedlichen Farben mit typischen Seemannsmotiven im sogenannten „Old Style“ tätowiert: Mit einer Meerjungfrau, dem Segelschiff „St. Maria“ und einer Komposition aus einem strahlenden Herz, einem Kreuz und einem Anker. Die drei Glaszylinder wurden in einem stilisierten Unterseeboot präsentiert. Aus dem Inneren des Schiffes tönten abwechselnd drei Shanties: „La Paloma“, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ und „Schiffe kommen, Schiffe gehen“.LA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte TintenfischeLA CALAMAR, 1999, Herz, Kreuz und AnkerLA CALAMAR, 1999, MeerjungfrauLA CALAMAR, 1999, Seegelschiff „St. Maria“LA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte TintenfischeLA CALAMAR, 1999, Installation; tätowierte Tintenfische
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999
LA CALAMAR, 1999

HUMMELKINDER, 1998

48 tote, eingekleidete Hummeln liegen in einem hölzerner Setzkasten. In den Bezug des Deckels sind die Namen der einzelnen Hummeln eingestickt. Einige Hummeln sind mit Requisiten aus Wachs versehen.

ERICH, EMIL, ERWIN, ERNST IM BUS; Hummeln, Wolle, Garn, Wachs, 1998
FREDERIK IN DER BADEWANNE; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
HUGO AUF DEM SCHAUKELPFERD; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
BRUNHILDE IM SCHAUKELSTUHL; Hummel, Wolle, Garn, Wachs, 1998
48 HUMMELN; 26 x 40 x 5 cm, farbige Wolle, Garn, Holzkasten, 1998HUMMELKINDER, 1998, Erich, Emil, Erwin, Ernst im Bus; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998, Frederik in Badewanne;
Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998, Brunhilde im Schaukelstuhl; Hummel, Wolle, Garn, WachsHUMMELKINDER, 1998; 26 x 40 x 5 cm, 48 Hummeln, farbige Wolle, Garn, HolzkastenHUMMELKINDER, 1998; 26 x 40 x 5 cm, 48 Hummeln, farbige Wolle, Garn, Holzkasten
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />
HUMMELKINDER, 1998<br />

EIERKETTEN FÜR „MEDEA“

Herstellung von „Wachteleierketten“ und mit Gips gefüllten Ketten im Bereich Requisite für das Tanztheater „Medea“ von Sasha Waltz.EIERKETTENEIERKETTENEIERKETTENEIERKETTENEIERKETTEN
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“
EIERKETTEN FÜR „MEDEA“

KOSTÜM FÜR „KOERPER“

Anfertigung einer Kopie eines Kostüms für das Tanztheater „Körper“ von Sasha Waltz.

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KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“
KOSTÜM FÜR „KOERPER“

1974 geboren in Jena/Thüringen
1993 ­ 94 Kunstgeschichtsstudium an der TU Dresden
1994 - 99 Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar
1997 Gastsemester an der Hochschule für Gestaltung Burg-Giebichenstein,
Halle, Fachbereich Mode-Design
1998 - 99 Erasmusprogramm, Valencia, Spanien
1999 Diplom der Freien Kunst
2001 - 02 Graduiertenstipendium des Landes Thüringen
2004 Geburt des Sohnes Lion
2007 Geburt des Sohnes York


AUSSTELLUNGSBETEILIGUNGEN (Auswahl)

1995 „Satyrn, Fliegen, Rokoko“, Schloß Belvedere, Weimar
1996 „Zeichnen mit Licht“, Kutscherhaus der Sparkasse, Recklinghausen
1997 „body in the box“, medialab, Galerie Eigen+Art, Leipzig
1998 „Sanatorium für ästhetische und anästhetische Eingriffe“, Stiftung Starke, Berlin
„DE PORTES OBERTES“, Valencia, Spanien
1999 „LA CALAMAR“, E-Werk, Weimar
„Das Fleisch war süß, denn es war vom Menschen“, Weimar
„Strukturveränderungen“, Deutsch-Französisches Kunst Forum,
Château de Vaudrémont, Colombey-les-Deux-Églises, Frankreich
2000 „Die Erde bebt“, Galerie neudeli, Weimar
„andata e ritorno“, Casina Pompeiana, Neapel
„Kuchen-Immobilien“, Berlin
„Fleurotika“, ega, Erfurt
2001 „Einsiedler - Vorübergehend“, Museum Folkwang, Essen
2002 „Wo die Kunst zu Hause ist“, Berlin
„Weihnachtsfachgeschäft“, Berlin
2003 „Les Visiteurs“, Amiens, Frankreich
„Körperhaus“, Zeitraum_exit Büro für Kunst, Mannheim
2004 „Im trying to tell you I love you“ Keim & Crime, Weimar;
Bethanien, Berlin; threewalls, Chicago / USA
cPassage 04“, Kunstsammlung, Gera
„Baustaub“, MAERZ, Linz
2005 „Ich war Künstler“, ACC, Weimar
2007 „Große Kunstausstellung“, Villa Kobe, Halle
2008 cWir sind immer für Euch da“, Kunsthaus Dresden


„Das neue Rotkäppchen“
Katalogtext von Silke Opitz zur Ausstellung „Passage 04“, Positionen zeitgenössischer Kunst
in Ostthüringen, Kunstsammlung Gera - Orangerie, 2004

Um es wegen einer gewissen Aktualität bestimmter menschlicher Gelüste gleich
vorwegzunehmen: Das neue Rotkäppchen hat seine Großmutter natürlich nicht gefressen.
Aber es hat sie doch mindestens so gern, wie eben die sprichwörtliche Redewendung
meint, und das wohl weniger im dezidiert Freudschen, als im schlicht und ergreifenden
Sinne. Deshalb hätte sich auch die künstlerisch begabte Enkeltochter nicht vor dem
Wolf gefürchtet. Im Gegenteil, das Herz wäre ihr vor Freude aus dem Leib gesprungen,
wenn sie diesen im Haus ihrer geliebten Oma (übrigens im tiefsten Thüringer Wald)
schnarchen gehört hätte. Denn was üblicherweise der rettende Jägersmann erledigt,
hätte sie, die geschickt mit Schere, Nadel und Faden hantiert, gleich selbst getan:
das Ungeheuer aufschlitzen und so die noch immer lebendige und zudem körperlich
unversehrte, weil ja im Ganzen verschlungene Großmutter befreien und wiedergewinnen.
Doch der Tod ist leider kein Damenwäsche tragender Märchenwolf, obwohl auch er
den menschlichen Körper oft äußerlich kaum verändert belässt. Später erst bleiben nur
Hüllen und Anhängsel: die Kleidung, der Schmuck und die künstlichen Zähne und vielleicht
auch noch eine von der Nachwelt tatsächlich abgeschnittene Haarlocke. Meistens
verschwinden über die Zeit dann selbst diese Dinge, und nur Bilder auf Fotopapier
und im Kopf der Hinterbliebenen haben als Platz sparende Devotionalien oder effigies
noch Bestand. Und wenn noch mehr Zeit vergangen ist, lösen sich auch diese auf, das
Papier wird recycelt und der Kopf – am Ende bar aller Ideen und Erinnerungen – wird
eingeäschert als Teil eines toten Körpers, von dem erneut nur die Hüllen bleiben… oder?
Um diesen Körper und sein Material, um Leib und Seele und um den Zyklus von
Werden und Vergehen, von Leben und Tod kreist Annekathrin Schreiber mit allen ihren
bisherigen Arbeiten. Somit berührt sie zwangsläufig die ewigen und großen Themen,
und sie tut dies auf eine den mittelalterlichen Alchemisten und den Romantikern
verwandte Art und Weise. Auch die primitiven Fruchtbarkeitsgöttinnen dürften sich
gehuldigt fühlen. Und natürlich ist immer auch der Künstler bzw. die Künstlerin selbst als
Schöpfer/in vermeintlichen Lebens mit von der Partie. Bereits für ihre Installation
DAS FLEISCH WAR SÜSS, DENN ES WAR VOM MENSCHEN (1999), die Diplom-
arbeit an der Weimarer Bauhaus-Universität, examinierte Annekathrin Schreiber
gleichermaßen liebevoll wie schonungslos das Innere ihres eigenen Körpers, ohne diesen
dabei zu verletzen. Einzelne Organe wie Auge, Ohr oder die „Zunge mit Belag“ wurden
ebenso wie ein Mittelfußquerschnitt, die Vagina und das „Brustfleisch“ jeweils in
ungefährer Originalgröße künstlerisch extrahiert, d.h. in weiß-rosa Schaumzucker zusammen-
genäht. Dieses klebrige, süßlich duftende Naschwerk erscheint nun einerseits wie die
Modelliermasse einer zeitgenössischen Bildhauerin. Der „Süße Speck“ (so bereits
die Warenbezeichnung) entfaltet aber als künstlerisches Material für menschliche Organe
erst aufgrund seiner Essbarkeit jene Brisanz, die hinsichtlich der Installation von Anne-
kathrin Schreiber im Autokannibalismus wurzelt, was zusätzlich noch zahlreiche
begleitende Zeichnungen der Künstlerin belegen. Als dualistisches Prinzip fallen hier
Autoerotik und -vernichtung zusammen, die letztendlich Selbstvergewisserung vor
Selbsterneuerung implizieren. So fanden die Schaumzuckerorgane, welche schließlich
nichts anderes als ein Selbstporträt der Künstlerin sind, dann auch eine adäquate
Präsentation in einer gläsernen, mit gefältelter rosa Folie drapierten Bodenvitrine.
Einerseits wurden sie wie köstliche Appetithäppchen in einem dekorierten Schaukasten
feilgeboten, andererseits aber, und darin sakralen Reliquien wie auch Moulagen (etwa
besonders des Florentiner Museo di Storia Naturale - La Specola -) vergleichbar,
wie in einem geschmückten Sarg aufgebahrt. Dieser gemahnt natürlich an den toten,
weil fragmenthaften Zustand einer vormals (vermeintlich) funktionstüchtigen Körpereinheit.
In konsequenter Fortsetzung – d.h. Erneuerung – dieser Installation lässt Annekathrin
Schreiber seit 2001 WUCHERNDE ORGANE (Arbeitstitel) aus Kunstwolle und Damen-
strumpfhosen entstehen, die sie wiederum, aber jetzt ausschließlicher gedanklich, aus
sich hervorbringt. Diese Phantasieorgane haben als soft sculptures zweifelsohne haptische
Qualitäten und sind bezeichnenderweise wie eine formenreiche Endlosschleife mit dickeren
und dünneren Knoten angelegt. Kartoffelkeimen oder Darmschlingen vergleichbar,
sind diese geschwürartigen Gebilde miteinander verbunden bzw. gehen auseinander hervor
und evozieren nicht zuletzt aufgrund ihrer Farbe beim Betrachter Ekel und Abscheu –
also dieses Mal nichts zum Anbeißen!

Um nun aber noch einmal auf das eingangs erwähnte neue Rotkäppchen zurückzu-
kommen: Es ist diesem tatsächlich mit seinem bislang letzten Werk gelungen, seiner
Großmutter auf wunderbar poetische Weise zur Unsterblichkeit zu verhelfen.
Sie lebt nun in den Bergen und in den Bäumen oder als Fisch weiter, und manchmal
schaut sie auch aus den Wolken herab um gespannt zu beobachten, was ihre Enkeltochter
in Zukunft noch alles mit Blei- und Farbstift und mit Nadel und Faden fabrizieren wird.